Ausschuss für Verstreute Reformierte

Unsere Gemeinde ist eine Diasporagemeinde. Der Begriff „Diaspora“ (griechisch für „Zerstreuung“) bezeichnet Gemeinschaften, die fern ihrer ursprünglichen Heimat und vor allem fern der klassischen reformierten Zentren (Ostfriesland oder Grafschaft Bentheim) leben und über ein größeres Gebiet verstreut sind. Für uns ist das nichts Neues: Seit der Gründung unserer Gemeinde im Jahr 1699 leben wir verstreut über Württemberg und teilweise sogar bis nach Baden. Etwa ein Drittel der Gemeinden unserer Landeskirche befindet sich in einer ähnlichen Situation.
 
Vom 21. bis 22. Juni 2026 tagte der landeskirchliche Ausschuss für Verstreute Reformierte bei uns in der Heidehofstraße in Stuttgart. Darüber haben wir uns sehr gefreut.
Aus diesem Anlass verlegten wir unseren Gottesdienst am Sonntag, 21. Juni, auf den Abend. Die Mitglieder des Ausschusses trafen bis 17.00 Uhr pünktlich mit Bahn und Auto ein und feierten gemeinsam mit unserer Gemeinde einen stimmungsvollen Sonntagabendgottesdienst. Frau Dorn predigte über Micha 7,18–20. Wer die Predigt nachhören möchte, findet sie auf unserer Homepage. Musikalisch wurde der Gottesdienst in bewährter Weise von Frau Großekathöfer begleitet.
Nach dem Gottesdienst hatten wir den Ausschuss zu einem kleinen Abendimbiss eingeladen. Bei hochsommerlichen Temperaturen konnten wir den Abend im Innenhof vor unserem Kirchsaal verbringen. Schnell kamen wir mit unseren Gästen ins Gespräch und erfuhren viel über ihre wertvolle Arbeit für die verstreuten reformierten Gemeinden.
Trotz der fortgeschrittenen Stunde setzte der Ausschuss seine Beratungen bereits am Sonntagabend fort. Am Montagmorgen begann der zweite Sitzungstag mit einer Morgenandacht mit Texten der Kommunität Iona, bevor eine weitere intensive Arbeitseinheit folgte. Frau Dorn nahm an den Beratungen teil. Am Montagnachmittag machten sich die Ausschussmitglieder schließlich wieder auf den Heimweg.
 
Besonders gefreut hat uns die Rückmeldung unserer Gäste: Sie hätten sich bei uns von Anfang an willkommen gefühlt, „als ob man sich schon lange Jahre kenne!“. Das ist auch etwas, das der Ausschuss fördern möchte: dass verstreute Reformierte sich trotz großer Entfernungen als eine Gemeinschaft verstehen.

Die Fotos zeigen Impressionen vom Besuch.
 
Heike Brinker

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